Zu einem kleinen Volksaufstand kam es auf der Zeitarbeitsmesse in den Räumlichkeiten des Arbeitsamtes Verden. Mittels überwiegend englischsprachiger Präsentationsstände stellten sich jene Firmen vor, die das Instrument Zeitarbeit zur Profitgewinnung mißbrauchen und für Lohndrückerei und Abbau von regulären Arbeitsplätzen verantwortlich sind. Auf einer separat geführten Informationsveranstaltung sollte den Arbeitsuchenden das Modell Zeitarbeit schmackhaft gemacht werden. Womit die Veranstalter jedoch nicht gerechnet hatten, waren die unbequemen Fragen einiger nationaler Sozialisten der NPD, welche die Veranstaltung nach etwa gut 15 Minuten praktisch leiteten. Zeitarbeit ist ein Arbeitsmodell im Sinne des Kapitals – ein Instrument zur Lohndrückerei, zum Abbau von Arbeitsplätzen und zur Profitsteigerung. Die Ausbeutung der Arbeitnehmer kennt hier keine Grenzen mehr. Moderne Lohnsklaverei und Volksbetrug, das ist Zeitarbeit, da helfen auch die vielen netten Umschreibungen nichts. Nach genau diesen Worten vom NPD-Ratsmitglied Daniel Fürstenberg aus Dörverden gab es auch bei einigen anwesenden Arbeitsuchenden kein Halten mehr, und der Ton in Richtung Veranstaltungsleiterin wurde schärfer. Immer mehr Besucher meldeten sich zu Wort und verschafften ihrem Unmut Luft. Nach gut 15 Minuten heftiger Diskussion wurde die Veranstaltung schließlich abgebrochen. Es mußte hier also nur jemand kommen, der die Wahrheit ausspricht, und die anwesenden Besucher standen auf und ein (wenn auch etwas kleiner) Sturm brach los. Interessant waren hierbei die Gespräche im Anschluß. Neben Komplimenten zur Wortführung wurden auch die Aussagen der anwesenden NPD-Aktivsten immer wieder von einigen Besuchern zustimmend hervorgehoben. Mit der Expansion der Zeitarbeit sollen US-amerikanische Verhältnisse geschaffen werden, wo es keine festen, sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätze mehr gibt. Die NPD Verden wird sich in den nächsten Monaten intensiv um das Thema Zeitarbeit kümmern und aktiv gegen diese Mißstände vorgehen. Wir wollen soziale Gerechtigkeit in der deutschen Arbeitswelt! Fangen wir also damit an.
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