Folgend ein sehr interessantes Schreiben an den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge von einem Freund und Leser unserer Seite df.Sehr geehrte Damen und Herren, die Leistung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge ist anerkennenswert, insbesondere, was die Bergung und würdige Bestattung der toten deutschen Soldaten im ehemaligen Feindesland betrifft. Bemerkenswert ist, daß diese Tätigkeit z.B. in der ehemaligen Sowjetunion nicht nur geduldet, sondern von den dort lebenden Menschen sogar unterstützt wird. Um so bestürzender ist es, daß die Gebeine tausender deutscher Soldaten noch ungeborgen in der eigenen Heimaterde liegen, wie z.B. die Opfer der US-Gefangenenlager auf den sogenannten Rheinwiesen. Es ist eine Schande, daß diese toten Soldaten keine würdige Ruhestätte erhalten und tausende Vermißtenschicksale ungeklärt bleiben. Über 1 Million deutsche Kriegsgefangene wurden hier in 20 US-Lagern monatelang unter menschenunwürdigen Zuständen unter freiem Himmel, kaum mit Nahrung versorgt, festgehalten. Offiziell sollen ca. 5.000 Tote zu Lagerzeiten auf eingerichteten Friedhöfen beigesetzt worden sein, wovon 1953 ca. 2.000 Tote von den Lagerfriedhöfen Galgenberg und Stromberg bei Bad Kreuznach auf den Friedhof Loher Wald umgebettet wurden. Mir ist bekannt, daß der Volksbund nach dem Gräbergesetz von 1953 innerhalb Deutschlands nur mit einem Grabungsauftrag deutscher Behörden nach den sterblichen Überresten toter deutscher Sodaten suchen darf. Warum gibt es diesen Suchauftrag nicht? Soll hier die Aufdeckung von Kriegsverbrechen verhindert werden? Warum setzt sich der Volksbund Deutscher Kriegfsgräberfürsorge kraft seiner von allen Seiten anerkannten Autorität nicht dafür ein, einen Grabungsauftrag zu erhalten? Die in Deutschland ungeborgen liegenden toten deutschen Soldaten und ihre Angehörigen haben es nicht verdient, schlechter behandelt zu werden als ihre in Feindesland gefallenen Kameraden. Mit freundlichem Gruß Dieter Fricke |